Abstract
In diesem Artikel werde ich François Laruelles Begriff der ‚Non-Standard‘ Ästhetik untersuchen, um eine kritische Perspektive auf Alain Badious vielfältige Äußerungen über die Philosophie des Theaters zu entwickeln. Während es zunächst so erscheint, als ob Badiou in Werken wie In Praise of Theatre (2015) aufgeschlossen gegenüber dem eigenen Denken des Theaters wäre und tatsächlich die Funktion der Philosophie im Verhältnis zu einem ontologischen Privileg zurückzustufen würde, das (von ihm) nun der Mengentheorie zugesprochen wird, werde ich aufzeigen, dass eben dieses Wohlwollen, aus einer Laruellschen Perspektive, eine andere Form von philosophischem Authoritarismus konstituiert. Das heißt, während Badiu bekanntermaßen das Theater als „ein Ereignis des Denkens“ beschreibt, „das direkt Ideen hervorbringt“ (Badiou 2009, 121), wird dieser Text von Laruelle ausgehend argumentieren, dass Badiou sich zuletzt als Autorität über das positioniert, was als Theater im „eigentlichen Sinne“ gilt (vgl. Badiou 2015, 72); sein eigenes Denken in performativer Weise als normative Ausnahme und als Türhüter dieser Ausnahme festlegt.
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ID:
153660
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maoilearca2017performancedie